[DE] Inspirationen für Garching – Was wir aus Utrecht mitnehmen

Die führende politische Jugendorganisation vom Forschungscampus der führenden Universität Deutschlands besuchte eine aufstrebende Metropole – die JU Garching fuhr nach Utrecht! Dankenswerter Weise durfte ich als einfacher Garchinger TUM-Student mitfahren, um Inspirationen zu sammeln für meine Uni und mich.

So war ein Höhepunkt für mich der Besuch des dortigen Universitätscampus, ähnlich dem deutschen System sind hier Hochschulen (Hogeschool) und die Universität (Universiteit) angesiedelt. Die Einrichtungen sahen so ähnlich aus wie bei uns, eine gewaltige Bibliothek für Universitäten wie Hochschule, die – trotz der Moderne der heimischen Bibliothek – postmodern wirkte. Die Gruppenarbeitsräume waren futuristisch gläsern gehalten! Als Besonderheit des Campus fielen die Wohnheime ins Auge. Überragend standen sie zwischen den Universitätsgebäuden. Für die Anbindung ist auch gesorgt, denn bald soll die Stadtbahn-ähnliche Straßenbahn zum Campus verlängert werden. Was uns für Garching inspirieren könnte: eine Campustram und Studentenwohnheim. So schön der Campus dort war, eines konnte er nicht bieten: Parabelrutschen habe ich nirgends gesehen.

In Utrecht steht das größte Eisenbahnmuseum Hollands –  Het Spoorwegmuseum. Eigentlich wollten wir hineinschauen, aber 16 € Eintrittspreis für Studenten waren uns zu teuer, außerdem sei es mehr eine Erlebniswelt für Kinder, wie am Eingang einen “Thomas, die kleine Lokomotive” begrüßt hatte. Dann mussten wir es belassen bei einer Erwähnung im Rahmen einer tollen Stadtführung und einem durch das Gitter geschossenen Foto.

Im Rahmen der Stadtführung bekamen wir auch das imposanteste Gebäude der Stadt erklärt – der Dom zu Utrecht mit seinem 112 Meter hohen Glockenturm, beziehungsweise was vom Dom übrig ist. Denn das Mittelschiff stürzte in Folge eines Sturmes ein, gedeutet als Gottesstrafe wegen Sodomie, unter was Männerliebe damals gefallen ist. In der Kirche waren allen Figuren die Köpfe abgeschlagen – eine Folge des Bildersturms der Reformation, da Protestanten die Heiligenverehrung ablehnte, denn Heilige konkurrierten mit Jesus Christus als Vermittler zwischen dem Menschen und Gott.

Zum Schluss sei noch der Grund für das Datum unserer Reise genannt – der Königstag, an dem ganz Holland sich im Ausnahmezustand befindet – die Straßen sind orange und in große Flohmärkte mit integrierter Partymeile verwandelt. Ich nutzte den Tag zu einem Ausflug zu einer der größten Windmühlen Hollands, Rijn en Zon, eine von zwei verbliebenen Windmühlen von früher unzähligen der Stadt. Im Gegensatz zur südlichen Windmühle, die zum Sägen dienten, wurde die Windmühle im Nord-Osten der Stadt als Mühle verwendet.

Am nächsten Tag fuhren wir heim, als großer Eisenbahnfan natürlich im ICE ab Utrecht mit Umstieg in Frankfurt. Die Strecke war nur zu empfehlen, so fuhr ich alle Strecken in Deutschland ab, die für 300 km/h zugelassen waren.

Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die den Austausch organisiert haben, insbesondere bei Student & Starter und der Jungen Union Garching um Daniel Lubos.

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